Deine Vision vom Wald der Zukunft

Was bedeutet Wald heute für dich, was verbindest du mit dem Wald? Was ist dir wichtig? Und wenn du an den Wald der Zukunft denkst - wie stellst du ihn dir vor?

Wir glauben: Auch der Wald wird digitaler. Nach dem Smartphone, dem Smarthome und den ersten selbstfahrenden Autos wird langfristig auch der Wald smart werden. Was bedeutet das für dich? Was löst diese Vorstellung in dir aus?

 

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Alle Ideen auf einen Blick

Der Wald ist schon smart, wir wissen es bloß (noch) nicht. In Zukunft werden wir (hoffentlich) noch mehr herausfinden und verstehen, welche komplexen Prozesse und Zusammenhänge sich dort jede Sekunde (quasi in real-time) abspielen. Wir werden auch erkennen, dass das natürliche System viel smarter, effizienter und kostengünstiger ist, als unsere Technologie jemals werden kann und werden diesen Wert für uns anerkennen und in unsere Lebensweise integrieren. Smarte Apps werden uns dann gezeigt haben, dass es viel klimafreundlicher ist, beispielsweise Häuser aus Holz zu bauen als aus Beton und Glas, wo viel Energie freigesetzt wird. Der Wald wird stärker als Rohstoffquelle genutzt und gewertschätzt werden, ohne ihn zu übernutzen. Die menschengemachte Klimakrise, Stickstoffeinträge, gesellschaftliche Nutzungskonflikte u.ä. Herausforderungen, werfen allerdings die Frage auf, ob sich der Wald bis dahin nicht schon so weit verändert haben wird und er den freien Nutzen und die Leistungen, die er momentan noch erbringt, dann überhaupt noch bieten kann. Ob und wie die Bäume dann smart sind, wird ihnen bäumisch egal sein.

der Wald ist nicht nur die beste Klimaanlage die es gibt (neben vielen weiteren lebenswichtigen Funktionen), er ist auch ein Ort, wo man die Seele baumeln lassen kann. Deshalb finde ich ist der Wald schon smart genug. Egal wie er sich verändern wird, hoffe ich, dass er analog bleibt als Ausgleich zum digitalen Alltag. Wir sind ja nicht allein auf der Welt, wozu brauchen Tiere und Pflanzen einen smarten Wald?

Ich glaube: Der Wald sollte nicht digital werden, wie auch? Nach dem Smartphone und den ersten selbstfahrenden Autos braucht nicht auch der Wald smart werden.

Ich wünsche mir, dass wir den Wald auch weiter nutzen können - meine Kinder sollen nicht mit Plastikspielzeugen aufwachsen müssen, sondern weiter mit Holzbauklötzen (aus nachhaltiger Forstwirtschaft!) spielen können. Ich wünsche mir möglichst viel regionale Holzproduktion und möglichst wenig Holzimporte aus weniger nachhaltiger Forstwirtschaft als der unseren.

Der Wald wird nie smart. Digitalisierung ist kein Allheilmittel.

Ich wünsche mir einen nachhaltigen Erhalt und die Entwicklung ausreichend großer unbewirtschafteter Wälder in Deutschland, d.h. schlicht Totalreservate. Und dies auf allen Flächen, die in öffentlichem Eigentum sind, das heißt bundeseigene Flächen, landeseigene Flächen (Staatsforste) und Gemeindewälder. Es geht nicht an, dass wir einerseits über den Erhalt der Biodiversität und dem Klimaschutz diskutieren und uns international dazu auch verpflichtet haben, andererseits auf den Flächen, die unser aller Eigentum sind, das der Bürgers, die Natur, genauer die Arten unverändert ausgerottet wird/werden. Das müssen wir alleine schon aus Vorbildfunktion für andere Staaten machen. Wir können nicht Brasilien auffordern, den Regenwald zu erhalten, bei uns aber lustig und munter Wälder einschlagen, weil wir an den Rohstoff Holz wollen.

Ich wünsche mir mehr Wald!

Ich wünsche mir einen Wald, der alle Funktionen erfüllt: Für die Tier - und Pflanzenarten, für nachwachsende Rohstoffe, für sauberes Wasser und frische Luft, für den Klimaschutz, für uns Menschen!
Nachhaltige Nutzung und der Schutz der Artenvielfalt müssen Hand in Hand gehen.
Der Wald der Zukunft erfüllt das alles gleichermaßen. Dazu müssen wir die Wechselwirkungen kennen. Eingriffe und Auswirkungen müssen dargestellt werden. Wir brauchen Wissenschaft im Wald, ohne das Märchenhafte zu vergessen.